Exkursionen - Arbeitsgemeinschaft Natur Stäfa

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2017 Exkursionen

Exkursion zu den Wässerwiesen Hundig, Glattfelden

Die diesjährige von uns organisierte gemeinsame Exkursion mit dem Natur- und Vogelschutzverein Männedorf Uetikon fand am
Samstagnachmittag, 1. Juli 2017 statt.


Leider konnte sich nur eine Hand voll Interessierte aufraffen, den spannenden Ausführungen der Projektanten zu folgen. Der Spaziergang führte uns zuerst an die Glatt, wo der Präsident des Vereins Wässerwiesen Hundig, Chrigel Meier, erklärte, dass hier ein Schöpfrad zur Speisung der Kanäle für die Wässerwiesen geplant sei. Danach folgte das Grüppchen dem zukünftigen Kanal ins eigentliche Gebiet, wo Trockenwiesen angelegt wurden, auf denen bereits etliche trocken- und wärmeliebende und zum Teil sehr seltene Pflanzen spriessen und blühen.
Die Teilnehmenden staunten, was bereits nach wenigen Jahren auf den neu geschaffenen Wiesen entstanden ist: Arten mit abenteuerlichen Namen wie Gewöhnliche Osterluzei,

Kreuzenzian                                  Hügelmeister
       ,

Bocksriemenzunge (Orchidee), Geflecktes Ferkelkraut, Rauher Alant, Labkrautartige Wiesenraute oder Knöllchen-Steinbrech haben sich angesiedelt oder wurden ausgepflanzt oder –gesät. Auch die seltene Blauflügelige Ödlandschrecke hüpfte und flog zahlreich auf dem Kiesboden herum und die Östliche Heideschnecke sowie die Turm- und die Karthäuserschnecke leben hier.

Zwischen diesen Trockenwiesen liegen die Flächen, die einst wieder mit dem Glattwasser gewässert werden sollen, wie das seit dem 14. Jahrhundert  bis in die 70er-Jahre des letzten Jahrhunderts Tradition war, erläutert  Alvaro Baumann, stv. Geschäftsleiter des Vereins Wässerwiesen Hundig. Damit wurde nährstoffreiches Wasser zur Düngung auf die Wiesen geleitet und so gleich auch Mäuse und andere Schädlinge dezimiert. Ausserdem  konnte hier noch viel Heu produziert werden, während es an den Hängen zu  trocken war.

Zwischendurch erklärt uns Robert Sand vom Naturschutzverein Glattfelden die Vogelwelt in der Gemeinde. Durch die verschiedenen Lebensräume wie Gewässer, Trockenwiesen, Wälder, Auen und Siedlungsgebiet wurden 81 Brutvogelarten nachgewiesen, darunter Tafel-, Reiher- und Kolbenente, Pirol, Turmfalke, Uferschwalbe, Schleiereule, Gartengrasmücke, Mauersegler,  Mehlschwalbe usw.
Doris  Weisshaupt, Gebietsbetreuerin, erklärt die ausgeklügelte Bewirtschaftung anhand einer Karte. Jede Fläche hat ihre Eigenheiten und somit genau festgelegte Schnittzeitpunkte. Diese müssen allenfalls noch angepasst werden, das wird sich zeigen. Sie arbeitet dafür eng mit Chrigel Meier, Landwirt im Gebiet Hundig, zusammen.

Die Idee für das Projekt entstand, weil der Flughafen Zürich für seine Ausbauprojekte ökologische Ersatzmassnahmen schaffen muss. Das Gebiet Hundig wurde von Andreas Keel, Fachstelle Naturschutz, als geeignet  befunden, um ökologische Aufwertungen zu realisieren und gleichzeitg die historischen Kanäle für die Bewässerung der Wiesen wiederherzustellen. Es folgten und folgen weiterhin unzählige Verhandlungen mit Eigentümern, Landwirten, dem Flughafen und der Gemeinde. Das Projekt beläuft sich auf 2,9 Mio. Franken. Der Verein Wässerwiesen hat bereits 2,5 Mio. Franken vom Kanton und diversen Sponsoren (u.a. ZKB, EWZ und Fonds Landschaft Schweiz) erhalten. Wenn die Planung gut läuft, kann diesen Herbst mit den Bauarbeiten eines Stücks Wasserkanal begonnen werden. Weitere zwei Etappen folgen bis Ende 2020.

Wir werden das Aufwertungsprojekt, das zurzeit eines der grössten im Kanton ist, mit Spannung weiterverfolgen!

Besichtigung der Biogasanlage Wiedag
am Donnerstag 1. Juni 2017

Organisiert von der Arbeitsgemeinschaft
Natur Stäfa und der Gemeinde Stäfa fand eine
Besichtigung
in der Biogasanlage und Deponie
Wiedag in der Chrüzlen
in Oetwil am See statt.

Lesen Sie hier den Bericht in der ZSZ vom 9.6.17
 
Aktualisiert: 28.11.17
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Aktualisiert: 28.11.17
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